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Die Thespisnarren AndreaWilkens@web.de 29.01.2012 | 00:40
Amtlich: Beim Stadtkabarett ist Schluss mit lustig...frown

Jetzt ist es auch amtlich: Wie bereits berichtet, hat sich der Theaterverein "Die Thespisnarren" aufgelöst. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Stadtkabaretts Norderstedt während einer Versammlung am 13. Januar. Von dieser Auflösung ist auch die "Norderstedter Kleinkunstbühne" betroffen, die wie die "Thespisnarren" im kleinen Saal der "TriBühne" am Rathaus Kabarett und Kleinkunst veranstaltete.
Der Theaterverein, den einige Kabarettfreunde aus dem Norderstedter Amateur-Theater gründeten, hat in den 37 Jahren seines Bestehens in mehr als 500 Veranstaltungen mit mehr als 60 000 Zuschauern 32 Programme auf die Bühne gebracht, darunter 21 politische, acht literarische und drei gemischte Kabarett-Programme. Die Blütezeit erfuhren Norderstedts Amateur-Kabarettisten unter Jörg-Peter Hahn, der eine Vielzahl der Kabarettstücke für "seine" Narren schrieb und auch als Theaterkritiker tätig war. Nach dem Tod Jörg-Peter Hahns übernahm 1997 der Berliner Regisseur Rainer Gerlach die Regie. Insgesamt standen bei den "Thespisnarren" 38 Spielercoollovedevilauf der Bühne, begleitet von 25 Musikern, darunter Jurek Lamorski, Sören Sieg, Eric Kross, Frederick Thoele, Barbara Sielaff und Bernhard Tuchel.(lin)

Erschienen in der Norderstedter Zeitung vom 26.1.2012

Die Thespisnarren AndreaWilkens@web.de 29.01.2012 | 00:07
Vorhang zu für die "Thespisnarren"

Norderstedts Stadt-Kabarett hat die Auflösung des Theatervereins und Kulturträgers beschlossenfrownfrownfrown

Das Stadt-Kabarett "Die Thespisnarren" löst sich auf. Das hat die Mitgliederversammlung des Theatervereins am Dienstag einstimmig beschlossen. Da die Auflösung nicht auf der Tagesordnung der Versammlung stand, wird der rechtlich abgesicherte Beschluss auf einer Versammlung Anfang Januar gefasst.
Bis zu dieser Versammlung will der Theaterverein den Fundus mit Requisiten, Kostümen und Kulissen und die Technik gesichtet haben. Der Erlös aus Fundus und Technik geht mit dem Vereinsvermögen über 3000 Euro gemäß Satzung des Vereins an die Stadt Norderstedt, wie Heiner Nack, erster Vorsitzender der "Thespisnarren", dem Hamburger Abendblatt mitteilte.
"Der Hauptgrund für die Auflösung ist, dass auch die letzten zwei aktiven Mitglieder der "Thespisnarren" abgesprungen sind", sagt der schwer erkrankte Heiner Nack. Außerdem fehle guter Nachwuchs.
"Wir wollten einen Schnitt machen, statt das Kabarett mit Krampf weiter zu führen", sagt Hans-Peter Schlaikier. Der 70-Jährige stand bis zuletzt aktiv auf der Bühne und sorgte mit seiner unvergleichlichen Spiel- und Sprechart für garantierte Lacher im Publikum. Ehefrau Christiane Schlaikier machte die Musik dazu und soufflierte. "Zum Schluss sind nur noch Anna Andrea Wilkens und Jeannette Vollhardt bereit gewesen, Kabarett zu machen", sagt Schlaikier. Die meisten jungen Leute würden heute auch Honorar für ihre Auftritte verlangen, kaum jemand sei bereit, ehrenamtlich zu arbeiten. Das gelte offenbar auch für zwei Spieler, die Heiner Nack noch im Frühjahr für die "Thespisnarren" gewinnen wollte. Doch Honorarkräfte könne und wolle sich der ehrenamtlich arbeitende Kulturträger der Stadt nicht leisten.
"Niemand war mehr bereit, ehrenamtlich zu helfen, beispielsweise die Bühne zu bauen oder hinter den Kulissen zu arbeiten", sagt auch Marcel Kösling, der zu den jungen "Thespisnarren" gehört und sich Anfang des Jahres als Kabarettist, Comedian und Zauberer selbstständig gemacht hat.
"Wir haben die Auflösung einmütig beschlosssen, denn wir haben erkannt, dass es ohne festen Regisseur, ohne Autoren, ohne ein gutes Ensemble, ohne Techniker und ohne Nachwuchs nicht geht", sagt Wolfgang Lorenzen-Schmidt, der ebenfalls zu den Narren der ersten Stunde gehört. (lin)

Erschienen in der Norderstedter Zeitung vom 24.11.2011

Die Thespisnarren AndreaWilkens@web.de 26.02.2011 | 23:37
Die Thespisnarren räumen auf

Drei Mitglieder wollen die Kabarettgruppe verlassen

Von Renate Hagenlocher-Closius

"Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören", sagt Rainer Gerlach, Regisseur und Autor des Norderstedter Kabaretts Thespisnarren, und es schwingt ein wenig Bedauern mit frown . Kein Wunder, verlieh doch der gebürtige Magdeburger dem Kabarett nach dem Tod von Ensemblegründer Jörg-Peter Hahn im Jahr 1996 neue Akzente. Mit dem Programm "Wir räumen auf - ein Blick zurück nach vorn" verabschiedet sich der in Berlin lebende Regisseur, Schauspieler und Theaterwiswsenschaftler von seinem Publikum. Auch Hans-Peter Schlaikier, Gründungsmitglied des 1974 ins Leben gerufenen Ensembles, sowie Zauberer und Komiker Marcel Kösling geben ihren Abschied frown frown .
Übrig bleiben Anna Andrea Wilkens love und Jeanette Vollhardt love. Wie es mit der Gruppe weitergehen soll, ist noch ungewiss.
Beim fröhlichen Kehraus in der TriBühne herrschte jedoch die gewohnte Ausgelassenheit. Gewitzt, unbefangen und mit kabarettistischem Spürsinn smile durchstöberten die "Narren" ihren Fundus an Requisiten, Kostümen, Texten und Nummern und stellten fest: Die Zeiten haben sich zwar geändert, doch vieles, was früher mit einem Fragezeichen versehen war, sei "längst bewiesene Tatsache". So zum Beispiel die Handymanie, die von Schlaikier 1995 mit einem Mobiltelefon so groß wie ein Brikett noch als satirische Zukunftsmusik geschildert wurde. Auch die neu aufgelegte Nummer über die Gesundheitspolitik und die Selbstbehandlung "leichter" Erkrankungen wie Knochenbrüche oder Blinddarmentzündungen ist heute fast Realsatire geworden.
Auch Komik und Klamauk standen auf dem Programm. Da gab es die Herz-Schmerz-Dideldum-Gesangsnummer mit Schlaikier und Kösling, in der sie nach dem Motto "Der Geist ist tiefergelegt" ein Potpourri auf die kommerzielle Volksmusik gaben.
Umwerfend smile auch Kösling in seiner Solonummer als Stadtführer durch Norderstedt: Gähnende Leere auf dem einst als Bürgertreffpunkt konzipierten Rathausmarkt mit der "Regentrude", ein durch "Kundenübersichtlichkeit" bestechendes Herold-Center und die Ochsenzoll-Kreuzung, die sicher auch künftigen Generationen noch als Baustelle erhalten bleibe, waren einige seiner Stationen.
Wie immer präsentierten sich die Thespisnarren als versiertes Gesangsensemble, hervorragend smile von der Pianistin Barbara Sielaff begleitet. Souveräne Unterstützung smile kam von Souffleuse Christiane Schlaikier.

Erschienen in der Segeberger Zeitung vom 26.2.2011

Die Thespisnarren AndreaWilkens@web.de 21.02.2011 | 22:32
Vorsicht! Jeanette geht auf Baggertour

Viel Applaus für die "Thespisnarren" bei der Premiere von "Wir räumen auf"

Von Heike Linde-Lembke

Man riecht ihn. Man spürt ihn. Den Mief. Den Mief aus einem Kostüm-Fundus. Wo in Kästen und Kisten, auf der Stange und über Stühlen Klamotten aus 37 Jahren Kabarett ein merkwürdiges Eigenleben führen. Beispielsweise die Federboas, die Netzstrümpfe, die Seppl-Hüte, zerknüllte Kittelschürzen, merkwürdige Brillen und High Heels.
Norderstedts Stadtkabarett räumt seinen Fundus auf. Und fördert in seinem neusten Programm "Wir räumen auf! Ein Blick zurück nach vorn" auf der Kleinkunstbühne in der
"TriBühne" Sachen zutage, die heute noch aktuell sind. Bei der Premiere gab's begeisterten Applaus.http://www.thespisnarren.de/gb/images/smilies/smile.gif
Norderstedt bekommt bei den "Thespisnarren" mit Anna Andrea Wilkens, Jeanette Vollhardt, Hans-Peter Schlaikier, Marcel Kösling und Barbara Sielaff am Klavier sein Fett wet. Beispielsweise die Baumschutzsatzung, und dass in dieser Stadt der buchstäbliche Fall einer großen, ortsbildprägenden Kastanie vor Gericht verhandelt wird. Noch steht sie. Oder CDU-Fraktionschef Günther Nicolai, der seine Fraktion fest im Griff hat. Der pensionierte Schulleiter saß bei der Premiere im Publikum. Und nahm's gelassen. Oder die neue Sozialdezernentin Anette Reinders. Irgendjemand soll ihren Dschungel-Schrei "Ich will hier raus!" aus dem Rathaus gehört haben.
In einer Art Stadtrundfahrt mit Start an der Kastanie am Einsteinweg pult "Stadtführer" Marcel Kösling Norderstedts Ecken und Kanten hervor. Beispielsweise die Landesgartenschau mit der Wasserski-Anlage als Volksbespaßung, das "Kulturwerk am See", bei dem sich Norderstedts Amateurtheater und die -Chöre auf die Füße treten werden, da die Schul-Aulen als Spielstätten wegfallen würden. "Wetten? Irgendwann heißt der große Saal im Kulturwerk 'Hans-Joachim-Grote-Saal'", mutmaßt der Narren-Stadtführer und spielt darauf an, dass Grote das Kalksandsteinwerk als "Kulturwerk" entdeckt hat.
Auch Pastor Gunnar Urbachs im wahrsten Wortsinn unseliger "Zwangs-Abgang" aus der Falkenbergkirche nimmt Kösling bei seiner Stadtrundfahrt ins Narren-Visier, um anschließend zu unken, dass das Rathaus in 60 Jahren ein Amüsierhaus sein wird. Kösling ist ein hektischer Stadtführer, und dabei gehen einige Pointen die Tarpenbek runter.
Die "Thespisnarren" polieren mit ihrem Regisseur Rainer Gerlach alte Programme und Lieder wie "Die Lichterkette" auf. Kösling und Hans-Peter Schlaikier nehmen die "Wildecker Herzbuben" als Beispiel tumber Volksmusikseligkeit in den Fokus. Jeanette Vollhardt verführt Männer in der ersten Reihe, Anna Andrea Wilkens liefert sich mit Schlaikier ein wunderbar pointiertes Duell um die Rentabilität der Rentner. Der Senior der Narren glänzt mit genau gesetzten Pointen und komischer Mimik, für die Textausfällle ist Ehefrau Christiane als Souffleuse zuständig, und das nicht nur beim Ehemann.

Erschienen in der Norderstedter Zeitung vom 21.2.2011


Tom http://www.empowerlink.com/link/Roulette.112.html 24.03.2010 | 23:07
"Wir kennen uns doch" war wirklich ganz klasse!

Belinda http://mp3-paradies.de/ 23.03.2010 | 14:29
Super. Bleibt so und weiterhin viel Erfolg!

Volker Lange  vo-la@web.de http://www.ostseeblickholm.de 21.03.2010 | 12:09
Hi! Google gerade im Web und bin auf dieser Homepage gelandet.
Respekt, haben Sie toll gemacht.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihre Seite und natürlich viele Besucher.
Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt und werde wieder hierher zurückkommen.
Freue mich auf einen Gegenbesuch auf meiner Homepage
cool

Die Thespisnarren AndreaWilkens@web.de 03.03.2010 | 23:20
Kabarett trifft den Nagel auf den Kopf

Norderstedter "Thespisnarren" begeisterten mit ihrem neuen Programm "Wir kennen uns doch"

Von Renate Hagenlocher-Closius

Die Narren sind los in Norderstedt und Umgebung. Nicht mit "Helau" und "Alaaf", sondern mit pikant aufgespießten kabarettistischen Rück-, Seiten- und Ausblicken auf Politik, Gesellschaft, Land und Leute in nah und fern. "Wir kennen uns doch!" lautet der Titel des neuesten Programms der Norderstedter Kabarettisten "Die Thespisnarren".
Mit enormem Spielwitz geleiteten die Kabarettisten um den Berliner Regisseur Rainer Gerlach schon bei der öffentlichen Hauptprobe und bei der Premiere in der TriBühne das Publikum durch ihr Programm, das geprägt ist von der Realsatire derzeit herrschender Verhältnisse.
In Andrea Hörstrup, Anna Andrea Wilkens, Jeanette Vollhardt, Hans-Peter Schlaikier und Marcel Kösling fand das Ensemble zu einer Traumbesetzung. Schlaikier, der schon unter dem 1996 verstorbenen Thespisnarren-Gründer Jörg-Peter Hahn dabei war, steht mit seinem fein-ironischen Gespür für Situationskomik und für gehobene Unterhaltung. Seine Tochter Andrea Hörstrup ist auf dem besten Wege, mit dem Vater gleich zu ziehen und ihm mit gekonnt-respektlosem Spiel Paroli zu bieten. Auch Anna Andrea Wilkens und Jeanette Vollhardt sorgen für Knalleffekte im Programm. Garant für jugendliche Frische mit viel Sinn für Komik ist Marcel Kösling, der sich als professioneller Zauberer und Komödiant bereits einen Namen gemacht hat.
Ob Gesundheitspolitik, Wahlergebnisse ( "Die schwarz-gelbe Ruhe" ) oder Konsumzwang ( "Wer viel einkauft, kann in großem Stile sparen" ), ob Oberbürgermeisterwahl in Norderstedt oder die Auswüchse der "neudeutschen" Sprache ( "facility manager" für Hausmeister ) : Stets treffen die "Narren" den Nagel auf den Kopf.smile
Köstlich die der NDR-Kultsendung "Papa, Charly hat gesagt" nachempfundenen Auftritte von Hans-Peter Schlaikier und seiner Tochter in "Opa, Marvin hat gesagt", umwerfend "Opa" Schlaikiers Definition des Wortes "Porno" als "Politische Reaktion Norderstedter Oldies". Oder die Sitzung des nur noch aus zwei Mitgliedern bestehenden SPD-Kreisverbandes "Dallgow-Mitte" ( "Weißt du noch, dass wir mal eine starke Partei waren?" ). Höhepunkt des Programms und des insgesamt stärkeren ersten Teils ist die Friseur-Nummer, in der sich Schlaikier und Kösling - als Frauen verkleidet - von einem französischen Haarkünstler (Anna Andrea Wilkens) zur Norderstedter "Strähnchenpolitik" überreden lassen: Festlegung auf eine Farbe lohnt sich beim Bäumchen-wechsle-dich-Spiel in der Stadtvertretung nicht. Auch der von Pianistin Barbara Sielaff begleitete Gesang der fünf Kabarettisten kann sich hören lassen

Erschienen in der Segeberger Zeitung vom 2.2.2010

Gundula Schmidt-Braasch g.schmidt-braasch@t-online.de 28.02.2010 | 13:04
Sonntag 24.2.10
Draußen trüb und kalt, drinnen herzerwärmende und hinreißende Satire von engagierten, liebenswürdigen Darstellern bei Kaffee und Erdnüssen.
Besser und entspannter kann man den Sonntag Nachmittag nicht verbringen!!!!Unbedingt empfehlenswert!
Ich freue ich mich schon auf die Fortsetzung...
Gundula

hartmut / gudrun 23.02.2010 | 21:06
ein vergnüglicher Abend am Samstag, nein es kam nicht etwa das "Sams", sondern die Thespisnarren auf die Bühne in Norderstedt.
Gut aufgelegt und gelassen präsentierte das Team ein Neues Programm, nimmermüde und souverän begleitet am Piano von Barbara.
Schön zu hören der gut gesetzte Gesang mit gut verst#ändlichen Texten auch mehrstimmig.
Das ist schwer.
Vom Niedergang der SPD bis zum Niederschlag der SUMO - Boxerin, vom Aufstieg des Facility-Managers zum Aufsichtsrat bis zum Telefonterror unserer Hotlines : .... wählen sie die zwei ...
Das geht alles locker und überzeugend ins verblüffte Publikum.
Für Globalplayer ist der Lokalcolorit etwas düünnn, wo bleibt drr Humrrr , um es mit Jandl zu sagen.
Alles in Allem ein gelungenes Programm und eine große Steigerung. Eure Bremer Fans

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