Die Thespisnarren

 
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Vereinsgeschichte:

 
Am 30. August 1974, im Rahmen der Festwoche „600 Jahre Harksheide", wurde der damalige Kultursaal (heute „Festsaal am Falkenberg", kurz FaF) mit der lokalen Kabarettproduktion:
„Lieb Norderstedt, magst ruhig sein - Die Stadt, von der sich’s leben läßt", feierlich eingeweiht.
 
Jörg-Peter Hahn Die von Jörg-Peter Hahn gegründete Kleinkunst-Formation mit dem Namen:
"Die Thespisnarren" rekrutierte sich aus Mitgliedern des Norderstedter Amateur-Theaters, unter dessen „Schirmherrschaft" die ersten Produktionen standen.
Im Eröffnungsprogramm standen derzeit dreizehn (!) Kabarettisten auf der Bühne... Im November 1984 lösten sich die Thespisnarren vom NAT, machten eigenständig weiter.
 
Ihre Bilanz:
24 Programme: 16 politische, 6 literarische, ein sowohl-als-auch-Programm sowie das 15-jährige Jubiläums-Programm: "Best of Thespisnarren"

 
Wie es sich für ein ernstzunehmendes Kabarett gehört - das immerhin im Deutschen Kabarett-Archiv in Mainz registriert ist - wurden die Thespisnarren in den zweieinhalb Jahrzehnten ihres Wirkens auch schon "von höherer Warte" gegängelt; flogen sie, nicht zu Konzessionen bereit, aus (schon aufgezeichneten) Sendungen bei Funk und Fernsehen (was aber natürlich nicht heißt, dass sie nicht auch im Funk zu hören gewesen wären; etwa mit Auszügen aus dem Tucholsky-Programm, mit ihrer Parodie auf den SHMF-Intendanten Justus Frantz: "Frantz op de Deel..."). Zum Ausgleich wurden sie später mit einem Kulturpreis "gehätschelt" (1992) und drängt es die politische Prominenz aller Couleur in ihre Vorstellungen. Ihre Unabhängigkeit haben sie sich in all den Jahren bewahrt. Und als ihnen das Termingerangel im "FaF" zuviel wurde, suchten die Thespisnarren in Eigeninitiative neue Spielstätten für ihre Produktionen und wurden im Rathaus fündig:
Seit Herbst ' 85 richteten sie vorübergehend ihr literarisches "Theatercafé" im Foyer I ein, ihr politisches "Statt-Theater-Brettl" im Foyer II. Dort hatte dann auch ihr 15. Programm "Dämmert's den Göttern?" am 20. Januar 1995 Premiere.
 
Es sollte die letzte Produktion, die Jörg-Peter Hahn inszenierte, werden. "jph" erkrankte schwer, musste seine Arbeit im Verein aufgeben und starb im Juli 1996. Ein Schock für alle Beteiligten, aber gleichzeitig eine Herausforderung, in seinem Sinne weiterzumachen.
 
Rainer Gerlach Ensemble und Verein formierten sich neu.
Heiner Nack, langjähriges Mitglied, wurde zum Vorsitzenden gewählt.
Anfang 1996 fanden die Thespisnarren in dem Berliner Schauspieler und Regisseur Rainer Gerlach ihren neuen Autor und künstlerischen Leiter.
Mit ihm, der dem Kabarett schon seit Schul- und Studientagen als Leiter/Darsteller und Autor verbunden ist, in den 60igern Texte für die „Distel" schrieb, Theaterengagements u.a. in Magdeburg, Stendal, Berlin und München hatte und regelmäßig als Synchron-Regisseur arbeitet, kamen auch neue Darsteller und Musiker hinzu. Das erste Programm unter Rainer Gerlachs Regie mit dem Titel:
Achtung Systemfehler" wurde 1997 für die Thespisnarren zur Bewährungsprobe. Es gab hier und dort „Schelte" von der Presse aber große Zustimmung des Publikums.
 
Die nachfolgenden Programme wurden dann auch bei den Kritikern begeistert angenommen.
Frivol als auch" und „MachtLos!" wurden zu großen Erfolgen.
Mit dem Programm "fast night of the proms" wurde das 25-jährige Jubiläum der Thespisnarren mit einer fulminanten Galashow parodierter Prominenz gefeiert.
Mit dem Programm "Prost Mahlzeit" konnten die Zuschauer den "Genießerschein" erwerben und (fast) alles über Gastronomieregeln lernen.
Das Programm 2001 "Finale Marktwirtschaft" musste aufgrund der politischen Ereignisse am 11.September vier Wochen vor der Premiere "umgeschmissen" werden. Es trug dann den Titel: "Schluß mit lustig" und war die bisherig erfolgreichste politische Aufführung und gleichzeitig ein Neuanfang im Oadby-and-Wigston-Saal der Norderstedter TriBühne.

Thespisnarren Logo MaxMit „Gartenfest - oder: Krieg der Zwerge - mit Tingeltangel" wurde den Kabarettfreunden erstmals ein zweigeteiltes Programm (politisch und literarisch) geboten, das mit der integrierten Gastronomie beim Publikum riesigen Zuspruch fand.
Dies ermunterte die Thespisnarren, mit dem Programm "Wir kriegen nicht genug" -entwaffnendes Lachen- den Saal als norderstedter KLEINKUNST bühne weiterzuführen und mit der Verpflichtung namhafter Künstler von Nah und Fern zu einer Institution im Norderstedter Kulturleben auszubauen.
 
Am 29.10.2004 wird mit einer weiteren politischen Kabarett-Produktion unter dem Titel „Alles reduziert“ Premiere gefeiert, dem 25. Programm im Jubiläumsjahr 30 Jahre Thespisnarren.
 
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